Die Große Pyramide von Gizeh: Gruft der Riesen

Die Große Pyramide von Gizeh: Gruft der Riesen
Forschungsbericht von Gregor Spörri

Der heutigen Geschichtsschreibung nach wurde die Große Pyramide vor 4500 Jahren erbaut. Aufzeichnungen darüber oder andere stichhaltige Beweise gibt es allerdings keine.
 Alten arabischen Überlieferungen (z.B. Al-Makrizis Hitat) zufolge, sind die Pyramiden sehr viel älter als von Ägyptologen angenommen. Auch die Sphinx hat den Überlieferungen nach schon vor dem Bau der Pyramiden existiert. Uralte Erosionsschäden durch Wasser an Sphinx und Pyramiden, verleihen diesen Überlieferungen zusätzliches Gewicht. Was also, wenn die Pyramiden aus vorsintflutlicher Zeit stammen und ihre Außenverkleidungen erst später angebracht wurden?

Die Rote Pyramide wird Pharao Snofru zugeschrieben. Die Große Pyramide Snofrus Sohn Cheops (auch Chufu). Die Chephren-Pyramide Cheops Sohn Chephren (auch Chaefre). Im alten Ägypten war es jedoch keine Seltenheit, dass Könige sich mit fremden Bauwerken schmückten. Und so funktionierte der ‘Bauwerksklau’: Ein amtierende Pharao ließ ein vor seiner Zeit entstandenes Bauwerk oder eine Tempelanlage renovieren und/oder erweitern. Im Zuge der Bauarbeiten ließ er die Namenskartuschen und Bildnisse seines Vorgängers aus dem Stein meißeln und durch eigene Insignien ersetzen. Ein typisches Beispiel hierfür sind z.B. die sog. Abydos-Hieroglyphen.

Auch bei den Gizeh-Pyramiden könnte es so gewesen sein: Snofru, Cheops und Chephren nutzten die Bauwerke zum Zeichen ihrer Macht, für kultische Zwecke usw., waren aber nicht ihre Erbauer. Möglicherweise haben sie die Außenverkleidung anbringen lassen oder diese renoviert und/oder weitere Bauwerke bei den Pyramiden errichten lassen.

 

Die unvollendete Felsenkammer in der Großen Pyramide

30 Meter unter der Großen Pyramide befindet sich eine mysteriöse Kammer. Der Raum ist 14,5 Meter lang, 8,3 Meter breit und 3,6 Meter hoch. Die Arbeiten an der Kammer wurden vor ihrer Fertigstellung jedoch abgebrochen. Gründe dafür wurden nicht überliefert. Die wenigen publizierten Spekulationen entbehren jeder Logik. Man erreicht die Felsenkammer über den sog. absteigenden Korridor. Der 105 Meter lange schnurgerade Gang, führt vom Haupteingang der Pyramide ausgehend, 30 Meter tief unter das Basisniveau des Bauwerks, wo er in die Horizontale übergeht. Neun Meter weiter endet er in der Felsenkammer.

Historisches zur Felsenkammer

Der Ingenieur, Anthropologe und Ägyptologe John Shae Perring (1813-1869) wurde wegen seinen Ausgrabungen und Dokumentationen über die Pyramiden bekannt. 1837 begann  Perring mit dem Archäologen Richard William Howard Vyse (1784-1853), in der Großen Pyramide nach geheimen Kammern zu suchen. Die beiden Engländer schreckten dabei auch nicht vor Sprengungen zurück. Durch eine solche Sprengung entstand auch der 11 Meter tiefe ‘Sondier-Schacht’ an der Ostwand der Felsenkammer.
Im Jahre 1910 erkundeten John und Morton Edgar die Pyramide. Als die Brüder die Felsenkammer betraten, standen sie der riesigen Geröllhalde gegenüber, die Perring und Vyse nach ihren Sprengungen hinterlassen hatten. Heute ist die Kammer sauber und aufgeräumt. Der Schutt wurde abtransportiert, der Boden geebnet und der Sondier-Schacht mit einen Geländer gesichert.

Wissenschaftliches zur Felsenkammer

Zu einer möglichen Funktion der Felsenkammer gibt es von wissenschaftlicher Seite nur wenige Thesen. Überzeugen kann keine davon. Grundsätzlich weiß niemand, für wen oder für was die 120 Quadratmeter große Kammer aus dem Fels geschlagen wurde.

 

Geheimnisvolle Worte eines alten Grabräubers
Ich werde Nagibs Worte niemals vergessen, die er zu mir sagte, bevor er mir das Relikt von Bir Hooker zeigte: »Wenn du gesehen hast, was ich dir zu zeigen bereit bin, wirst du die Pyramide mit ganz anderen Augen betrachten.« Mehr darüber in meinem Roman LOST GOD: Das Jüngste Gericht.

 

Die Felsenkammer – eine Gruft für biblische Riesen?
Schon während meiner Übernachtung in der Pyramide 1988 erinnerten mich die beiden mächtigen Felsblöcke an unfertige Riesen-Sarkophage. Nach einem Besuch des Serapeums in Sakkara sowie einer genauen Vermessung der Steinblöcke in der Felsenkammer, ging mir plötzlich ein Licht auf, und die geheimnisvollen Worte des Grabräubers ergaben einen Sinn. Ein Puzzleteil fügte sich zum anderen: Die 70-Tonnen schweren, wie für Riesen gemachten Sarkophage im Serapeum. Das Relikt von Bir Hooker – der abgehackte Finger eines menschenartigen Riesen. Die alten Sagen, Mythen, apokryphen Schriften, die Thora, Bibel usw., die von solchen Riesen erzählen. Und die alten Überlieferungen, die berichten, die Große Pyramide stamme aus vorsintflutlicher und damit alttestamentarischer Zeit. Auch wenn die beiden Sarkophage erst in Umrissen aus dem Fels geschlagen wurden, kann ich mir, wenn ich dem alten Grabräuber Worten glauben schenke, eine fertig ausgestaltete Grabkammer für Riesen gut vorstellen.

War die Felsenkammer tatsächlich als Gruft für ‘biblische’ Riesen (Nephilim) gedacht? Ein verrückter aber auch faszinierender Gedanke, der die heutige Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen könnte. Immer wieder fragte ich mich, wie die Gruft wohl ausgesehen hätte, wären die Arbeiten nicht abgebrochen worden? Nachfolgend eine Rekonstruktion der Vollendung der Kammer.

War die Felsenkammer tatsächlich als Gruft für ‘biblische’ Riesen (Nephilim) gedacht? Ein verrückter aber auch faszinierender Gedanke, der die heutige Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen könnte. Immer wieder fragte ich mich, wie die Gruft wohl ausgesehen hätte, wären die Arbeiten nicht abgebrochen worden? Nachfolgend eine Rekonstruktion der Vollendung der Kammer.

Lesen Sie weiter: Die Große Pyramide von Gizeh: Geheime Kammern.

Gregor Spörri hat zum vorliegenden Thema einen spannenden Roman geschrieben.
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