Das Relikt von Bir Hooker: Analysen

Das Relikt von Bir Hooker: Analysen
Forschungsbericht von Gregor Spörri

Die direkt von oben gemachte Aufnahme zusammen mit der Banknote erlaubt es, die exakte Größe des Fingers zu bestimmen. Ausgestreckt misst er ganze 38,4 Zentimeter. Der Mittelfinger eines erwachsenen Menschen ist zirka acht bis zehn Zentimeter lang. Der Riese, zu dem dieser Finger einst gehörte, muss wie alle irdischen Kolosse (Dinosaurier, Elefanten, Wale usw.) von außerordentlich kräftiger, gedrungener Statur gewesen sein. Der aus dem Gewebe herausragende dickwandige Knochen des Grundgliedes, bestätigt diese Annahme. Der Riese dürfte demnach um die fünf bis sechs Meter groß gewesen sein. Eine völlig abstruse Vorstellung, doch sie deckt sich mit zahlreichen historischen Aufzeichnungen.

Das Relikt besitzt die gleichen anatomischen Proportionen wie ein menschlicher Finger.

Das Relikt besitzt den gleichen anatomischen Aufbau wie ein menschlicher Finger (Nagel, Glieder, Gelenke).

Eine Seite des Fingers ist flachgedrückt. Bei der Schnittstelle ist das Gewebe seitlich und nach oben verschoben. Die relativ starke Quetschung deutet darauf hin, dass der Finger für die Zeit seiner natürlichen Austrocknung/Mumifikation auf der betreffenden Seite lag. Wurde er von der Hand abgetrennt, als das Gewebe noch frisch war, kann es sich um einen beliebigen Finger beider Hände handeln. Wurde er von einer bereits mumifizierten Leiche abgetrennt, kann es sich der Quetschung wegen eigentlich nur um den Zeigefinger der rechten Hand handeln. Zudem entstanden in der haarlosen dickwandigen Haut durch den Flüssigkeitsverlust mehrere Dellen/Einsackungen.

Der Finger wurde mit einer starken Klinge (Machete o.ä.) unterhalb des Grundgelenks von der Hand abgetrennt. Zuerst wurde ein Rundumschnitt ausgeführt. Danach wurde das Fleisch mit der Klinge vom Knochen geschabt. Zum Schluss wurde der Knochen in zwei Teile gehackt. Der Finger weist mehrere Verletzungen auf: Gebrochener Fingernagel, Hautabschürfungen, Schimmelpilzbefall, Nage/Fressspuren usw.

Beispiele von Makrodaktylie-Erkrankungen, wie sie von Professor Rühli und Dr. Benecke bilddiagnostisch in Erwägung gezogen werden. Es gibt allerdings gewichtige Gründe, die gegen eine solche Erkrankung sprechen: 1) Bei einer Makrodaktylie handelt es sich primär um eine krankhafte Weichgewebevergrößerung. Der Knochenwuchs ist davon nicht oder kaum betroffen. Falls doch, macht sich das vor allem in der Länge der Knochen bemerkbar (siehe Röntgenbilder). Beim Relikt ist der Knochen jedoch im anatomisch korrektem Verhältnis vergrößert und stimmt in seinen Proportionen mit der ihn umgebenden Gewebemasse überein. Ein krankhaft vergrößerter/verdickter Knochen würde niemals an eine menschliche Hand passen. Von einer Makrodaktylie betroffene Körperteile sind sowohl krankhaft vergrößert als auch deformiert. Bei dem Relikt wirken sämtliche Proportionen absolute natürlich.

Es existiert nur noch ein relativ schlechter Abzug von der Aufnahme des Röntgenbilds  (Maßstab 1:1) Dennoch kann man deutlich die massive Struktur des Knochens erkennen, was auf eine ausgesprochen kräftige Statur des Riesen hindeutet.

Gregor Spörri und Dr. Carl Bader (1988).

Dr. Carl Bader, Naturwissenschaftler und ehemaliger Biologielehrer von Gregor Spörri, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, als er die Fotos betrachtet. »Das Ding sieht tatsächlich aus wie ein riesiger menschlicher Finger. Aus evolutionsbiologischer Sicht hat es derartige Geschöpfe aber niemals gegeben. Dr. Bader lässt Spörri dennoch Briefe schreiben, in welchen er das Erlebte schildert. Zusammen mit den Fotos verschickt er sie an Wissenschaftskollegen. Rückmeldungen oder Nachfragen bleiben aus. Offensichtlich passt die paläontologische Verrücktheit – auch Out-of-Place Artifact genannt – nicht ins System der Artenentstehung und wird deshalb konsequent ignoriert. September 1995: Bei einem erneuten Treffen erklärt Dr. Bader seinem ehemaligen Schüler, dass sich Forscher mit nicht konformen Dingen schwer tun, da sie bei all ihren Handlungen und Aussagen immer auch auf ihr Ansehen, ihre Karriere, vorherrschende Lehrmeinungen, Finanzgeber usw. Rücksicht nehmen müssten.

Das Relikt von Bir Hooker und Professor Dr. Dr. med. Frank J. Rühli,

Der Schweizer Mumienexperte Prof. Dr. Dr. med. Frank J. Rühli von der Universität Zürich untersuchte schon die Gletschermumie ‘Ötzi’ und den Promi-Pharao ‘Tutanchamun’. Rühli äußerte sich wie folgt zum Relikt von Bir Hooker: »Ein spannender Fall. Eine definitive und fundierte Beurteilung anhand der Fotos ist leider nicht möglich. Der Fingernagel, seine Einbettung ins Gewebe, die Oberflächenbeschaffenheit sowie die sichtbaren Hautgewebeverletzungen sehen allerdings sehr natürlich aus. Der ‘Finger’ erscheint tatsächlich deutlich vergrößert. Differentialdiagnostisch kommt für mich primär eine extreme Form von Makrodaktylie (Proteus-Syndrom oder ähnlich) in Frage. Etwas seltsam erscheint mir der Knochenstumpf. Er erinnert mich eher an einen Tierknochen, denn für einen ‘menschlichen Finger’ wirkt er zu dickwandig. Da keine Querschnitt-Aufnahmen des Knochens existieren, ist meine Aussage rein spekulativ. Sollte es sich bei dem Objekt um eine Fälschung handeln, was nicht definitiv ausgeschlossen werden kann, handelt es sich um eine sehr gut gemachte Arbeit. Ich empfehle einen Veterinärmediziner beizuziehen, um das mit dem Knochen genauer abzuklären.«

Das Relikt von Bir Hooker und Dr. Mark Benecke.

Der bekannte deutsche Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie, Dr. Mark Benecke, äußert sich wie folgt zu den Fotos des Relikts: »Anhand der Fotos lässt sich leider keine Aussage dazu treffen, um was für ein Objekt es sich genau handelt. Gerade aus dem genannten Gebiet bzw. in dieses Gebiet hinein verlegt werden öfters Geschichten von ausgetrockneten Wesen, die auch vorgezeigt werden können und durchaus aus Knochen und Haut bestehen können. Eine Untersuchung, ob es sich um menschliches oder tierisches oder sonstiges Gewebe handelt, halte ich für gut durchführbar, sobald Gewebeproben bzw. Materialproben vorliegen. Anhand der Fotos lässt sich dazu angesichts bekannter Fälschungen aber auch einer möglichen Gewebeveränderungen (Makrodaktylie usw.) nichts sagen. Eine Gewebeuntersuchung mit Feinschnitten und DNA sollte hingegen machbar sein bzw. zumindest den Ein- oder Ausschluss bestimmter Annahmen ermöglichen. Ohne Gewebe- bzw. Materialproben, kann ich zu diesem Fall leider nicht mehr sagen.«